Lange Waden – Geschmeidiger Gang

Du hast immer wieder Knieprobleme? Du hast einen Fersensporn entwickelt? Deine Achillessehne meldet sich nach jeder Jogging-Einheit? ‍♂Du hast oft einen schmerzhaften Punkt am Schulterblatt? Dann ist eine der Ursachen mit hoher  Wahrscheinlichkeit im Bereich Deiner Wade zu suchen!!!

Wie kommt das?

Wir haben die Gewohnheit entwickelt viel zu sitzen, was unsere Wadenmuskeln nicht mehr in Ihrer vollen Länge fordert. 

Darüber hinaus haben wir unsere Füsse von Kindheit an in Schuhe gepackt, die so gut wie immer eine Fersenerhöhung, einen Absatz, haben. Ja, auch Deine Turnschuhe. Selbst eine kleine Erhöhung verändert auf Dauer den Wadenmuskel. Und diese Veränderung ist wieder an anderen Stellen des Körpers zu spüren.

Test und Übung Wadenstretch 

Platzieren Deinen Fussballen (das vordere Drittel Deines Fusses) an der höchsten Stelle einer halben Gymnastikrolle (gerolltes Handtuchs, dickes Buch). Lass die 

Ferse auf den Boden sinken. 

Streck Dein Knie.

Geh mit dem anderen Fuss einen Schritt vorwärts.

Wenn Du den Fuss nicht ganz nach vorne stellen kannst, mach einen kleineren Schritt

Lass Dein Gewicht (vertikal) über der Ferse des hinteren Fusses. Welcher das auch ist. 

Halte 1 Minute und wechsle dann Dein Bein. 3 x wiederholen oder öfter am Tag einbauen.

Fortgeschrittene

Beobachte, ob Deine Ferse immer nach innen oder außen gedreht ist. Verändere die Position Deiner Ferse beim nächsten Durchgang ein wenig in die Gegenrichtung.

Ziel

Hiermit gibst Du Deinem Körper Anreize sich aus seiner gewohnten Bewegungszone zu bewegen. 

Wirklichen Erfolg wirst Du aber erst haben, wenn Du Deine Gewohnheiten veränderst. Zum einen weniger Sitzen , zum anderen die Absatzhöhe Deiner Schuhe langsam reduzieren, bist Du nur noch Schuhe ohne Absatzerhöhung trägst. 

Mögliche Anbieter im Bereich der Minimal-Schuhe sind Vivobarefoot, Vibram Fivefinger, Wildling, Joe Nimble. Solltest Du Erfahrung mit anderen Schuhherstellern haben, freue ich mich über eine Nachricht von Dir.

Beweg Dich anders, hab Erfolg!

Sandra

Echte Bauchmuskeln statt Brust raus

“Brust raus, Bauch rein, Po-Backen zusammenkneifen”. So oder so ähnlich hast Du den Ratschlag für gute Haltung bestimmt schon gehört.

Wenn Du Deinen Brustkorb häufig nach vorne oben schiebst, um stolzer und grösser zu wirken oder um Deinen runden Rücken zu maskieren, belastest Du viele Strukturen in Deinem Körper. U.a. entstehen Scher- und Rotationskräfte in Deiner Brustwirbelsäule. Ausserdem verschiebst Du die Ansatzpunkte für Deine Bauchmuskeln. Deshalb können Deine Bauchmuskeln nicht Ihre optimale Leistung erbringen.

So sollte es aussehen

Deine Füsse, Knie, Becken, Brustkorb Schultern und Ohren sollten für eine neutrale Position entspannt auf einer vertikalen Linie liegen. Weicht ein Bereich davon ab, bedeutet das Ausgleichsbewegungen für die anderen Bereiche. Unser Körper ist dafür auch gemacht. Aber nicht, wenn diese Ausgleichsbewegungen auf Dauer von ihm gefordert werden.

Wie macht man das?

In meinem Video demonstriere ich wie Du Deinen Brustkorb besser positionieren kannst. Die Bauchmuskeln finden dann wieder den richtigen Halt und Du entlastest Deine Brustwirbelsäule.

Spür mal mit Deinen Fingerspitzen, ob Du vorsichtig unter Deine unteren Rippenrand greifen kannst. Dann drehe langsam Deine Brustkorb so lange nach innen unten bis dieser Raum verschwunden ist. Du kannst mit Deinen Fingern jetzt nicht mehr unter Deine Rippen greifen.

Für die Trainer unter Euch:

Dein Brustkorb sollte solange nach unten und hinten verschoben werden bis die unteren Rippen eine vertikale Linie mit den beiden hervorstehenden Beckenknochen (ASIS) und dem Schambein (pubic symphysis) bilden.

Typischer Fehler

Du nutzt Deine Bauchmuskeln, um den Raum zu schließen. Wichtig ist aber, dass sich die Position Deines Brustkorbs verändert und nicht nur die Rippen nach unten gezogen werden.

Die häufigste Bemerkung zum Ausrichten Deines Brustkorbs

Jetzt fühlt es sich aber so an, als ob mein Kopf und meine Schultern total nach vorne kippen. Ja, und genau das ist der Fall. Mit dieser Übung deckst Du Veränderungen in Deiner Halswirbelsäulen-Gegend, im Schulter- und Brustbereich und in der Haltung Deines Kopfes auf. Die resultieren aus Deinen Gewohnheiten, wie z.B. Computerarbeit, Handy-Nutzung , Sitzpositionen etc. . Alles kannst Du normalerweise super verbergen, indem Du Deinen Brustkorb nach vorne oben verschiebst. Natürlich nur auf Kosten Deiner Brustwirbelsäule und anderer Strukturen (innere Organe, Hüftgelenke, Kniegelenke, Fussgelenke). Wie Du  d i e s e  Bereiche wieder besser ausrichtest, erfährst Du in weiteren Videos und Posts. 

Lass Dir Zeit diese Übung zu verstehen und einzuüben. Es wir sich lohnen,

Sandra

Stehen und zwar neutral!

Warum?

Hüft-, Knie- oder Fussgelenks-Probleme sind sehr sehr oft das Resultat von Überlastung mit daraus folgender Abnutzung und sich daraus ergebenden Schmerzen mit sich daraus ergebenden Bewegungseinschränkungen… Bewegungseinschränkungen führen zu weiteren Überlastungen, zu weiteren Schmerzen…. .

Sehr viel Potential, wie Du auf Deinen Körper Einfluss nehmen kannst, biete Dir eine neutrale Standposition. Sie zeigt Dir, wo Du stehst und bietet Dir immer eine Richtlinie

Wie sollte die Standposition nun aussehen?

In einer neutralen Standposition sollten – von der Seite betrachtet – die Mitte Deiner Hüften über der Mitte Deiner Knie und diese über der Mitte Deiner Fussknöchel stehen. Deine Kniegelenke sind gestreckt. Dein Körpergewicht spürst Du auf Deine Fersen. Deine Zehen sind frei.

Schau Dir dazu mein Mini-Video an.

Das Gewicht Deines Körper wird so optimal getragen und übertragen ohne die Gelenke irgendwo zu überlasten. 

2 beliebte Fehlerquellen beim Stehen sind:

  • ständig gebeugte Knie
  • das Gewicht Deines Körpers ruht meistens über Deinen Zehen.
  • Vorliebe, das Gewicht auf einer Körperseite zu tragen

Wichtig sind hier die Wörter “meistens”, “häufig”, “beliebt”, denn hier besteht die Möglichkeit der Überlastung. Gewohnheiten formen Dich und Deinen Körper. Versuche dann Deine Postion in den neutralen Stand zu verschieben.

Viel Spass beim Stand-haften Stehen

Sandra

Füsse – Stand-fest

Warum solltest Du Deine Füsse n e u t r a l ausrichten?

Um einen Ausgangspunkt zu haben. Der hilft Dir zu erkennen, wie sich Dein Körper an Dein Leben angepasst hat. Diese Position ist aber auch Deine Basis für Miniübungen, die Dein Leben verändern (können). So einfach Sie auch aussehen.

Wie geht’s denn nun:
Richte die äussere (!) Kante Deiner Füsse an einer Linie aus. Es fühlt sich an und sieht aus, als ob Dein grosser Zeh leicht nach innen zeigt.

Deine Füsse sollten dabei etwa hüftweit auseinanderstehen. Dein Hüftgelenk findest Du an der Vorderseite Deines Körpers. Etwa dort, wo Du Deine Hände in Deine Hosentasche stecken würdest. Hüftweite ist nicht die Aussenseite Deiner Oberschenkel.

Das Gewicht Deines Körpers trägst Du hauptsächlich über Deinen Fersen. Für die neutrale Ausrichtung verteil Dein Gewicht gleichmässig auf beiden Seiten.

Bring Deine Füsse so oft es geht am Tag in diese Position. Sowohl sitzend, stehend, als auch liegend. Mach das Ungewohnte zu einer Gewohnheit. Werde aufmerksam auf Deine gewohnheitsmässige Fussposition.

Schau Dir dazu mein Video an

Viel Spass auf dem Weg der Veränderung

Sandra

education credit: Nutritious Movement™️

Wirf Dir mal Steine vor die Füße

… und stell Dich drauf.

Steine, Wurzeln, Tannenzapfen, Bälle sind Bewegungsnahrung für Deinen Körper.

Unsere Füsse waren ursprünglich genauso beweglich wie unsere Hände. Ganz geschmeidig wie Knete erfühlt unser Fuß den Untergrund. Er gibt entsprechende Informationen an das Gehirn weiter und der Körper justiert dann seine Bewegungen u. a. aufgrund dieser Infos. Wir sind es aber gewöhnt schon von klein auf Schuhe zu tragen. Die schränken die Bewegungs- und Fühlmöglichkeiten unserer Füsse enorm ein. Stell Dir Deine Hände in dicken steifen Fäustlingen vor. Was kann man so noch machen?

Unsere Füße werden mit der Zeit und Nichtnutzung entsprechend steif und kraftlos. Ihre Aufgaben werden von darüber liegenden Muskeln und Gelenken so gut es eben geht übernommen. Die sind dann irgendwann und plötzlich überlastet oder fehlbelastet. Veränderungen ganz unten (negative wie positive) haben also Auswirkungen auf den gesamten Körper bis ganz oben.

Und hier eine Idee wie Du Deine Fußsohlen ganz einfach beleben kannst!

Such Dir ein paar Steine (Tannenzapfen, Bälle) auf dem Weg zur Arbeit. Zieh Dir an Deinem Arbeitsplatz mal für einen Moment die Schuhe aus und leg den Stein unter Deinen Fuss. Wo genau? Ist egal! Jeder Bereich hat es nötig. Dosiere den Druck individuell! Keine Schmerzen! Nutze Steine unterschiedlicher Größe und Beschaffenheit. Setze Deinen Fuß immer wieder mit einer anderen Stelle auf den Stein.

Wenn Du an einem Stehtisch arbeiten kannst, macht das die Übung noch wertvoller (mehr Druck auf die Füße und Abwechslung für den Körper durch das stehende Arbeiten).

Viel Spaß (auch bei der angeregten Kommunikation darüber mit Deinen Kollegen )

Mal ganz frei sein!

Warum tragen wir, Frauen,  eigentlich einen BH?

Es ist zum einen eine kulturelle Frage, Frau bedeckt die Brust. Viele Klienten antworten mir aber auch, dass sie den BH als Halt gebend schon sehr schätzen. Als Jugendliche haben wir schliesslich gesagt bekommen, dass das Gewebe der Brust Risse bekommt, wenn wir es nicht stützen.

Ich halte dagegen, dass das Gewebe gar keine Chance bekommt, stark zu werden, sondern viel zu früh ein paar „Einlagen“ verpaßt bekommt.

In einer natürlichen Umgebung ist unser Körper und auch seine Teile (die Brust)  variableren Einflüssen von außen ausgesetzt. Das Gewebe der Brust, ist es dann gewöhnt, die eigene Last in allen Situationen zu „tragen“.

In einer natürlichen Umgebung:

  • geht unser Brustgewebe die Bewegungen des Körpers, inkl. springen, gehen, laufen, vorbeugen, hangeln oder werfen mit
  • gehört Stillen, mit Saugbewegungen oder Handbewegungen des Babys, zu den Kräften, die die Brust beanspruchen. Die Milchproduktion „bewegt“ sie von innen.
  • ist sie grösseren Temperaturschwankungen ausgesetzt, die sie durch Anpassungen ausgleichen kann (Zusammenziehen der Brustwarzen, Schweissproduktion).

Von Original Author Patrick .J. Lynch, medical illustrator, Reworked by Morgot666

Diese Kräfte/Einflussfaktoren fordern das Brustgewebe auf natürliche Art und Weise. Es reagiert mit Anpassung und wird stärker, stabiler bzw. flexibler.

Wie sieht es bei uns heute, in unserer westlich geprägten Kultur, aus? Wir haben es uns bequem gemacht. Viele Strecken fahren wir mit dem Auto, liegen in bequemen Betten und Sitzen viel. Also wenig Bewegung. Obendrauf unterstützen wir Frauen aus kulturellen/ästhetischen BEWEGgründen unsere Busen oft mit einem BH. Und zwar für viele Stunden!

Wenn Du die Liste oben nochmals durchgehst, wirst Du feststellen, dass der BH viele, der natürlich auf die Brust wirkende Faktoren, verändert. Mit diesen Einflüssen verändert sich auch unser Brustgewebe. Weniger Belastung bedeutet weniger Anpassung im Gewebe. Zu wenig Bewegung für den einen Bereich, zu viel Dauerdruck auf andere Bereiche.

Neben dem Muskel- und Bindegewebe wird der Lymphfluss dort, wo der BH drückt, behindert.

Wie im Blogartikel “Häng doch mal rum” zum Thema  beschrieben braucht das Lymphsystem mit seiner Transport- und Abwehrfunktion die Muskelbewegung des umgebenden Gewebes. Denn es hat keine eigene „Pumpe“. Viele Lymphknoten, die die Körperabwehr unterstützen, liegen in den  Bereichen unter den Armen und um die Brust herum. Diese Bereiche sollten aber durchlässig genug für den Lymphfluss sein. Ein einengender BH, eventuell sogar mit Bügeln behindert das allerdings. Die Entsorgung- und Abwehrfunktion wird gestört.

Was kannst du verändern?

Vorneweg Veränderungen brauchen Zeit – Veränderungen brauchen Zeit!

Ein bisschen weniger starker Halt durch einen anderen BH wäre eine Idee. Auf dieses Werbefoto hat mich meine Schwester, während der Recherche zu diesem Artikel aufmerksam gemacht (kein Sponsoring!).

Vielleicht ab und zu keine BH (Wochenende, abends) tragen. Vor allem aber ohne BH schlafen gehen.

So könntest du das Brustgewebe wieder langsam an das eigene Gewicht gewöhnen.

Ausserdem kannst du beginnen deine Arme und Schultern mehr zu bewegen (siehe Empfehlungen hier). Mehr Kraft hier, wird dir auch helfen, wenn du einen grösseren Busen hast, in Zukunft mit weniger BH-Kraft auszukommen.

Spaziergänge mit leichtem Armschwung werden den Lymphfluss im Bereich deines Oberkörpers unterstützen. Betone bei deinem Armschwung immer die Bewegung nach hinten (natürlicher Armschwung).

Berichte mir von deinen Erfahrungen. trainer@hoiting.de

Und wenn du dich ein bisschen tiefer in das Thema einlesen willst, dann empfehle ich dir das Buch von Katy Bowman, Bewegung liegt in deiner DNA.

 

 

Häng doch mal rum, Frau!

Ich übe hängen. An meinen Armen.  Jeden Tag. Was ich davon habe?

Ganz simpel, ich entwickle Kraft – in der Hand, im Arm und in der Schulter. Mehr Aktivität in diesen Bereichen bedeutet auch, dass die Brustmuskeln etwas zu tun bekommen. Mit den Brustmuskeln bewegt sich bei uns Frauen auch das Gewebe (Drüsen- und Fettgewebe) darüber.

Von Original Author Patrick .J. Lynch, medical illustrator, Reworked by Morgot666

Es entsteht Zug auf Zellebene. Die Zellen reagieren auf mechanische Reize mit einer chemischen Reaktion. Es verändert sich etwas, passt sich an. Der Stoffwechsel kommt in diesen Bereichen nicht nur in den Muskelzellen und Knochen in Gang, sondern auch in den Zellen des darüber gelagerten Gewebes. Es erneuert sich, wird stärker, oder auch flexibler.

Aktive Muskeln unterstützen das Lymphsystem. Es hat mit seiner Transport- und Abwehrfunktion keine Pumpe wie das Herz-Kreislaufsystem. Der Transport der Lymphe wird durch die Bewegung unsere Muskeln unterstützt. Viele Lymphknoten, die die Körperabwehr unterstützen, liegen in den  Bereichen unter den Armen und um deine Brust herum, sowie entlang der Schlüsselbeine und des Brustbeins. Hier setzen auch die Brustmuskeln an. Es ist daher umso wichtiger, diese oft so verspannten und verengten Regionen um Schulter, Arm oder Brust zu bewegen.

By NIH [Public domain], via Wikimedia Commons

Hänge- (aber auch Stützübungen) sind hervorragend geeignet, um die Knochendichte zu erhalten bzw. aufzubauen. Einer der am häufigsten von  Knochenschwund betroffenen Bereiche sind die Handgelenke (neben Rippen under Oberschenkelhals). Warum, weil wir unsere Hände einfach zu wenig und/oder zu einseitig nutzen. Von ein bisschen tippen, telefonieren oder Autofahren baut sich kein Muskel- und kein Knochen so auf, dass er einen Sturz gut übersteht. Setze ich aber angemessene neue Reize, dann animiere ich die Zellen der Muskeln und Knochen dazu sich anzupassen.

Wie entsteht eigentlich dieses Missverhältnis von zu viel Spannung auf der einen Seite und zu wenig auf der anderen?

Durch deine Gewohnheiten! An die paßt sich dein intelligenter Körper an. Schau dir deinen Alltag genauer an. Beobachte wie oft Du am Tag beim Arbeiten, Kochen, SMS-schreiben, Fahrradfahren oder Autofahren die Arme und den Oberkörper immer wieder in der gleichen Position hältst. Wie oft und für wie lange bleibst Du in den Positionen? Wie ist Deine Einschlafposition? Findest du deine Muster?

Mit den Hängeübungen hast du eine Möglichkeit dem Gewebe genau die gegenteilige Erfahrung zu ermöglichen. Diese öffnende, verlängernde (ja, auch Kraft fordernde) Übung bietet genau die richtigen „Vitamine“ für deine Muskeln. Natürlich gibt es noch viele andere Ideen, um dich „brustgesund“ zu bewegen. Aber hangeln ist ein guter Anfang.

Starte mit Deinen Hängeübungen ganz sanft und gewöhne Deine Haut, Hände, Arme, Schultern- und Brustmuskeln langsam an die neuen Aufgaben. Lasse Deine Füße auf dem Boden, so dass du dein Gewicht immer dosiert einsetzen kannst. Deine Schulterblätter sind weit weg von Deinen Ohren. Häng dich seitlich an Türrahmen, Strassenschilder o.ä. und variiere in der Höhe oder den Griff.

Viele weitere Kleinigkeiten, die Hängeübungen noch wertvoller machen, oder Tipps für einen Oberkörper-stärkenden Alltag erfährst Du am besten im 1:1 Training.

Ganz wichtig ist es aber, dass du dir klar machst, dass Übungen nur „Vitamine“ für deinen Körper sind. Wirklich etwas verändern kannst du nur, wenn du deine Gewohnheiten, deinen Alltag veränderst.

 

Routine schlägt Motivation

Unser Wochenendwetter ist eine Herausforderung! Hier hilft Motivation oft nicht weiter, Deinen Guten Vorsätzen treu zu bleiben.

Es fordert zu viel Energie vom Gehirn.

Wenn Du Deine Motivation aber genutzt hast, eine neue Gewohnheit in Dein Leben zu integrieren, bedeutet es für Dein Gehirn weniger Energieaufwand. Weniger Energieaufwand = kleinere Gefahr. Um so eher erlaubt Dir Dein Gehirn, bei Deinem Vorhaben zu bleiben.

Mach Deine Gewohnheit so klein, dass sie Dir zunächst lächerlich klein erscheint (=keine Gefahr für‘s Gehirn).

Halte an der neuen Gewohnheit mind. 6 Wochen fest, damit sie sich etabliert hat.

Nutze Deine Motivation, um Neues zu beginnen.

Verändere Deine Gewohnheiten, um dranzubleiben.

www.hoiting.de

Routine wenn‘s scheer fällt

Slow Fitness und das Alter

Jedem Jahresanfang wohnt ein Zauber inne. Alles geht! 365 Tage Zeit! Einfach wunderbar! Aber über welches der der vielen Themen, die mir auf den Nägeln brennen, schreibe ich im ersten Blogbeitrag dieses Jahres?

Zum Glück brachte mich der folgende Artikel meines sehr geschätzten Kollegen, Robert Rode, auf die richtige Idee. Sein Artikel, Für Bewegung gibt es keine Altersbeschränkung, lohnt sich zu lesen. Mir fiel dabei folgende Anekdote aus meinem diesjährigen Skiurlaub ein. Mein Mann bekam nach einem Snowboardsturz einen Gipsverband verpasst. Er schickte ein nettes Bild an Verwandte und Freunde und erhielt neben freundlichen Genesungswünschen auch eine SMS mit dem Satz, „Du wirst langsam zu alt für´s Snowboard!“. Hat ihn ganz schön beschäftigt! Ich dachte mir „Nein, Du bist nicht zu alt, aber der alltägliche Bewegungsmangel macht auch vor dem Partner eines Personal Trainers n i c h t Halt!

Der Zustand unseres Körpers hat aber weniger etwas mit dem Alter zu tun, als mit der Tatsache, wie wir ihn bisher genutzt habe. Das spiegelt sich wider.

Veränderungen werden sich aber auch widerspiegeln. Unser Körper ist so dankbar für jede Bewegung, die wir ihm extra gönnen. Er nimmt entsprechende Anpassungen vor, egal in welchem Alter.

Vielleicht setzt Du jetzt mehr Bewegung mit zusätzlichem Zeitaufwand, in Deinem sowieso schon pickepacke vollen Alltagskalender, gleich. Das ist nicht nötig. Bewegung lässt sich oft mit Deinem Alltag kombinieren, ohne dass Du einen zusätzlichen Zeitaufwand hast. Nur ein Beispiel, Du könntest ein gemeinsames Treffen zum Abendessen mit Freunden umwandeln in einen gemeinsamen Abendspaziergang.

Verbessere zusätzlich noch die Qualität Deiner Bewegung. Es wird Dir Spaß machen!

Vor allem aber, gib Dir selbst Zeit für Veränderung. Aufgrund der vollmundigen Versprechungen in allen Magazinen, erwarten wir Wunder von unserem Körper. Wir überschätzen, wegen dieser allgegenwärtigen Versprechungen in den Medien, was wir in einem Jahr (und kürzer) erreichen können und geben unser Ziel aus Enttäuschung auf. Behalten wir stattdessen einen Zeithorizont von drei Jahren im Blick, können wir unsere Erwartungen ruhig hochschrauben.

Dass Alter dabei keine Rolle spielt, sieht man am Altersspielraum meiner Klienten. Der liegt zwischen 17 und derzeit 88 Jahren. Was ihnen gemeinsam ist? Sie haben den Wert von Bewegung erkannt. Sei es den Ausgleich zur Schule herzustellen oder so lange wie möglich selbständig zu leben. Alter schützt eben nicht vor Bewegung. Was möchtest Du erreichen?

Nur Mut – Könnte ja gut werden!

Vom Personal Trainer zum Restorative Exercise Specialist

Ganz stolz bin ich auf diesen Abschluss. Nach 2 Jahren Studium, Prüfungen und Veränderungen bin ich die einzige zertifizierte Trainerin in Deutschland und darf mich Restorative Exercise Specialist nennen.

Wer in den letzten Jahren mit mir beruflich (oder auch privat unterwegs war), kam auf jeden Fall schon in den Genuss meiner Erfahrungen und meines Wissens. Mit dieser Ausbildung habe ich einen neuen Weg des Trainings eingeschlagen, der auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht und die Trainingsarbeit und den Alltag von einer anderen, biomechanischen Perspektive revolutionieren wird. Davon profitieren Athleten gleichermaßen wie Stubenhocker, Mütter und Väter, ältere wie jüngere Menschen.

Mein Alltag und der meiner Familie wurde durch eine geschärfte Wahrnehmung schleichend, aber im Nachhinein deutlich, verändert. Darüber wirst Du auch demnächst mehr in meinem Blog lesen.

Dich hierauf einzulassen, ermöglicht es auch Deinen Bewegungspielraum zu vergrößern. Und das meine ich in sämtlichen Wortsinn-Möglichkeiten.

Die Alltagsbewegung ist wichtiger als jedes Therapierezept oder jeder Trainingsplan!

Erfahre wie Du davon profitieren kannst und schick mir ein E-Mail an trainer@hoiting.de mit Deinem Anliegen oder ruf mich an.